Apr 08 2009

Immer der Sonne entgegen

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 12:51

Der Weg scheint lang und ermüdend und dennoch hältst du durch. Gehst diesen Weg, Schritt für Schritt, langsam und beständig. Lässt alles hinter dir, die Depression, die Dunkelheit, Hass, Wut und Trauer.
Deine Zukunft liegt vor dir, das weißt du nun, doch dir fällt es immer noch schwer, sie zu erkennen. Manchmal stolperst du und deine Vergangenheit droht dich einzuholen, wenn du nicht schnell genug aufstehst, um deinen Weg weiter zu gehen. Du musst dich beeilen, sonst steht sie drohend hinter dir und überholt dich, umfängt dich mit ihren schwarzen Schwingen und hält dich fest – dieses mal für immer. Ein Entkommen gibt es nicht, du bist unweigerlich verloren und erneut scheint nur der Tod als Ausweg zu dienen.

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Jan 02 2009

Schicksal?

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 16:14

Dem Schicksal ausgeliefert werden – meine einzige Hoffnung auf Erlösung.
Meinem Schicksal, das mich bisher hasste.
Ich hoffe, jetzt hasst es mich auch.
Ich hoffe, dieses Mal ist die Kugel in der Kammer, während sie sich im Nebenzimmer wieder streiten.
Laute Stimmen, böse Worte die nicht so schnell vergessen werden würden, selbst wenn sie nur unbeabsichtigt ausgesprochen wurden.
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Dez 02 2008

Farewell

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 16:34

‘Tick Tock Time’s up now’,
she mumbles, listening to the soft voices of the night while standing at the top of that roof.
She bends and takes the girl to her feet, lifts her up.
‘Don’t cry, my Dear, everything is fine, believe me’, she smiles and kisses her tenderly.
She grabs the girl’s hips and puts her to the banisters.
‘Farewell, my love’, she whispers watching the screaming girl fall.
‘I love you, my daughter.’


Nov 17 2008

Das Porträt der Ruhe

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 22:04

Es ist ruhig und friedlich.
Sanft weht der Wind, huscht durch das weiche Gras, zupft an meiner Kleidung, spielt mit meinem Haar.
Der Blick in die Ferne.
Täler und Berge in perfektem Einklang fangen weiße Wolken ein.
Sie ballen sich, türmen sich auf, zeichnen ein Porträt der unschuldigen Gewalt.
Endlose Weiten liegen vor ihnen, eine endlose Reise hinter ihnen.
Das Ziel stets zum Greifen nahe und doch unerreichbar fern, das Abbild aller stummen Sehnsüchte.
Lächelnd schließe ich die Augen, atme tief ein und genieße diese besondere Ruhe.
An diesem Ort werde ich begraben sein.


Nov 17 2008

Der Sandmann

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 21:40

Leise tropft der Regen von den Bäumen, dämpft die flüsternden Stimmen.
Sie stehen gedrängt, sind misstrauisch.
Wollen sie sich trösten, Halt geben?
Denken sie wirklich, dass ihre Heuchelei unentdeckt geblieben ist?
Denken sie noch immer, dass ich sie brauche?
Ich spüre ihre Naivität, ihre Ignoranz, ihren Hass.
Meinen Zorn.
Mein Körper bebt, die Fäuste sind geballt.
Die Tränen auf meinem Gesicht vermischen sich mit dem fallendem Regen.

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