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Zu Hause

Endlich kommst du nach Hause.
Du lässt dir Zeit, deine Straßenkleidung auszuziehen. Die Schuhe stellst du ordentlich in das Regal, die Jacke hängst du auf den Bügel. Du kontrollierst drei Mal, ob du auch ja dein Portemonnaie und deinen Schlüssel nicht vergessen hast. Erst dann öffnest du leise die Tür, denkst – hoffst – wohl, dass ich bereits schlafe. Das sollte ich. Das wollte ich. Doch das konnte ich nicht. Wie üblich.
Du scheinst nicht überrascht, mich hier sitzen zu sehen.
Du bist enttäuscht. Du bist im Zwiespalt.

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Seek & Destroy

Mein Kopf; er ist gleichzeitig so voll und doch so leer. Voll gestopft mit Erinnerungen, die ich schon längst vergessen sollte, die es nicht wert sind, solche zu sein; über und über gefüllt mit Bildern, Worten, Taten, Gedanken.
Und dann diese dröhnende Stille.
Dein Herz schlägt unnatürlich laut, dein Atem geht schneller als gewöhnlich. Du bist es nicht gewohnt, dieses Schweigen.
Meine Gedanken rasen. Drehen sich im Kreis. Jagen durch meinen Kopf. Hinterlassen Verwüstung.
Die Zeit bleibt derweil stehen, vergeht nur umso schneller.
Ich merke es nicht.
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Immer der Sonne entgegen – reloaded

Der Weg scheint lang und ermüdend und dennoch hältst du durch. Gehst diesen Weg, Schritt für Schritt, langsam und beständig. Lässt alles hinter dir, die Depression, die Dunkelheit, Hass, Wut und Trauer.
Deine Zukunft liegt vor dir, das weißt du nun, doch dir fällt es immer noch schwer, sie zu erkennen. Manchmal stolperst du und deine Vergangenheit droht dich einzuholen, wenn du nicht schnell genug aufstehst, um deinen Weg weiter zu gehen. Du musst dich beeilen, sonst steht sie drohend hinter dir und überholt dich, umfängt dich mit ihren schwarzen Schwingen und hält dich fest – dieses mal für immer. Ein Entkommen gibt es nicht, du bist unweigerlich verloren und erneut scheint nur der Tod als Ausweg zu dienen.

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Das Mädchen

Ein Mädchen saß im Zug, sie hielt ihren großen Teddy fest umklammert.
Das schmutzige Weiß des Fells verklebte immer mehr, je mehr Tränen darauf fielen.
Das Mädchen weinte.
Sie wusste nicht mehr weiter, saß im Zug und blickte aus den dunklen Fenstern.
Ein paar Lichter huschten dann und wann vorbei, doch die Dunkelheit verschluckte den Rest. So sah das Mädchen ihre Taschen.
Unweigerlich flossen die Tränen erneut.
Dies konnte einen Wendepunkt bedeuten. Den sie gar nicht wollte. Bei dem sie verpasst hatte, die richtige Abzweigung zu nehmen.
Tote Augen sahen sie aus dem Fenster heraus an. Nur am Rande nahm sie wahr, dass es ihre Augen waren. Ihre Augen, einst so lebendig und groß.
Doch sie konnte nichts tun – nichts tun außer hoffen, dass sie es wert war.

Der Sandmann

Durch meine Vorbereitungen für meine Deutsch-Prüfung am Mittwoch, habe ich mich natürlich auch wieder mit “Der Sandmann” von E.T.A. Hoffmann beschäftigt. Als ich dann die Wahnsinnsschübe Nathanaels durchgearbeitet habe, in denen er “Holzpüppchen, dreh dich!”-schreiend durch die Luft springt und Clara umbringen will, habe ich mich an eines meiner eigenen Werke erinnert, dass auch an den Sandmann angelehnt ist. Hier also mein Werk, das ich vor Ewigkeiten schon einmal gepostet hatte:

Der Sandmann

Leise tropft der Regen von den Bäumen, dämpft die flüsternden Stimmen.
Sie stehen gedrängt, sind misstrauisch.
Wollen sie sich trösten, Halt geben?
Denken sie wirklich, dass ihre Heuchelei unentdeckt geblieben ist?
Denken sie noch immer, dass ich sie brauche?
Ich spüre ihre Naivität, ihre Ignoranz, ihren Hass.
Meinen Zorn.
Mein Körper bebt, die Fäuste sind geballt.
Die Tränen auf meinem Gesicht vermischen sich mit dem fallendem Regen.

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Immer der Sonne entgegen

Der Weg scheint lang und ermüdend und dennoch hältst du durch. Gehst diesen Weg, Schritt für Schritt, langsam und beständig. Lässt alles hinter dir, die Depression, die Dunkelheit, Hass, Wut und Trauer.
Deine Zukunft liegt vor dir, das weißt du nun, doch dir fällt es immer noch schwer, sie zu erkennen. Manchmal stolperst du und deine Vergangenheit droht dich einzuholen, wenn du nicht schnell genug aufstehst, um deinen Weg weiter zu gehen. Du musst dich beeilen, sonst steht sie drohend hinter dir und überholt dich, umfängt dich mit ihren schwarzen Schwingen und hält dich fest – dieses mal für immer. Ein Entkommen gibt es nicht, du bist unweigerlich verloren und erneut scheint nur der Tod als Ausweg zu dienen.

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Schicksal?

Dem Schicksal ausgeliefert werden – meine einzige Hoffnung auf Erlösung.
Meinem Schicksal, das mich bisher hasste.
Ich hoffe, jetzt hasst es mich auch.
Ich hoffe, dieses Mal ist die Kugel in der Kammer, während sie sich im Nebenzimmer wieder streiten.
Laute Stimmen, böse Worte die nicht so schnell vergessen werden würden, selbst wenn sie nur unbeabsichtigt ausgesprochen wurden.
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