Mein Kopf; er ist gleichzeitig so voll und doch so leer. Voll gestopft mit Erinnerungen, die ich schon längst vergessen sollte, die es nicht wert sind, solche zu sein; über und über gefüllt mit Bildern, Worten, Taten, Gedanken.
Und dann diese dröhnende Stille.
Dein Herz schlägt unnatürlich laut, dein Atem geht schneller als gewöhnlich. Du bist es nicht gewohnt, dieses Schweigen.
Meine Gedanken rasen. Drehen sich im Kreis. Jagen durch meinen Kopf. Hinterlassen Verwüstung.
Die Zeit bleibt derweil stehen, vergeht nur umso schneller.
Ich merke es nicht.
Es geschieht so viel. Du registrierst es nicht. Es ist dir egal, was um dich herum geschieht. Alles was dir wichtig ist steht vor dir, wenn du in den Spiegel schaust. Du kannst diese Stille nicht einordnen. Du verstehst nicht, wieso du mich plötzlich nur noch in weiter Ferne ausmachen kannst. Du versuchst nur halbherzig, mich zurück zu holen.
Ich bin gelähmt von den zerstörenden Gedanken, lasse mich selbst zerstören. Treibe zu dem Punkt, an dem ich zu Anfang stand, treibe weiter. Kann mich gerade so auffangen. Es ist schwer. Sich erneut aus dem Loch zu ziehen. Es wird nicht gedankt, wenn ich es schaffe. Es wird erwartet, dass ich funktioniere und im Schema bleibe. Mich verstelle, um dort hinein zu passen. Mich selbst in meinen Gedanken verliere.
Dir ist es egal. Du siehst es nicht – willst es nicht. Drängst mich nur weiter in die falsche richtige Richtung. Dir gefällt nicht, dass ich mich wehre. Nicht mehr unbedarft und hilflos bin.
Mich selbst retten muss. Will.
Es ist Zeit, dass ich mich in meinem Chaos suche. Und dich dabei wieder finde.
Ich will es so sehr.
Doch du lässt erneut das blutende Ich zurück.
Seek & Destroy, my Darling!