Der Clan der Otori – Der Ruf des Reihers II

Nachdem ich meine Abitur-Prüfungen hoffentlich alle gute überstanden und somit den Kopf mal wieder frei habe, ist es mir endlich gelungen, das Buch von Lian Hearn fertig zu lesen – und bin doch stark von Kaede enttäuscht…
Vor einiger Zeit berichtete ich schon über die bisherigen Ereignisse um Takeo und seine Familie und hoffte zu dem Zeitpunkt noch, dass es zu einem (vielleicht sogar typischen) Happy End kommen würde. Doch wie ihr es meiner Wortwahl bestimmt schon entnehmen könnt, kam es leider zu keinem guten Ende in dem Sinne – und auch hier wieder: Vorsicht, Spoiler!

Wappen der OtoriTakeo ist mit seiner Tochter Shigeko, vielen Geschenken und einem Teil seiner Armee in der Hauptstadt, um einen Wettkampf mit Saga Hideki, dem General des Kaisers, um die Herrschaft über die Drei Länder auszutragen. Dies soll die friedliche Alternative zu einem Krieg mit Saga darstellen, sodass Shigeko, Hiroshi und Gemba gegen Saga und zwei weitere Gefolgsmänner des Kaisers an einer Hundejagd teilnehmen müssen. Die Regeln des Wettkampfes bestehen darin, die losgelassenen Hunde während des Reitens mit einem Pfeil so zu treffen, dass möglichst wenig Blut fließt. Die verschiedenen Auftreffpunkte werden unterschiedlich gewertet und in jeder der drei Runden muss auf je einen Hund drei Pfeile abgeschossen werden. Das Team, das am Ende einer Runde die bessere Wertung hat, hat einen Punkt. Nach zwei Runden steht es unentschieden und Shigeko muss gegen Saga in der entscheidenden Rune antreten – und gewinnt!
Zuvor wurde Takeo bei einer Einladung des Kaisers offiziell als Herrscher der Drei Länder anerkannt, doch Saga und der Kaiser bestehen weiterhin auf den Wettkampf, der an beiderseitige Bedingungen (von Saga und Takeo) im Falle eines Sieges geknüpft sind. So möchte Saga die Herrschaft über die Drei Länder durch eine Heirat mit Shigeko erlangen, von der er sehr angetan ist, nicht zuletzt auch durch ihr untypisches Verhalten gegenüber dem “starken” Geschlecht Mann. Doch da Takeo den Sieg erringt, werden seine Bedingungen erfüllt: im Endeffekt soll alles so bleiben wie es ist, nur dass seine Herrschaft über die Länder nun legitimiert ist. Doch ihn erreichen beunruhigende Nachrichten, die Zenko, den Stamm und Takus Tod betreffen, sodass Takeo bald darauf wieder aufbricht – zum Missfallen Sagas und des Kaisers. Takeo lässt sich aber nicht beirren und marschiert los, zunächst nur wegen Zenko besorgt, der selbst eine Armee zusammen gezogen hat.
Als dann allerdings das Kirin, das ehrenvollste Geschenk an den Kaiser, das nur in einem Land erscheint, wenn die Regierung Wohlstand und Friede bringt (im Endeffekt aber nur eine Giraffe ist, die von Dr. Ishida aus Übersee mitgebracht wurde), mit Blessuren zu ihnen aufschließt, da es geflüchtet ist, ist nun allen bewusst, dass nun doch der Krieg unausweichlich ist. Takeo schafft es zu unter Kahei seinen im Osten positionierten Truppen zu gelangen, bevor Sagas Truppen ihn einholen können. Dort beginnt der Kampf, in dem Takeo und Hiroshi verletzt werden und den erst Shigeko beenden kann, indem sie General Saga auf seiner Aussichtsplattform quasi auflauert und ihm einen Pfeil durch sein linkes Auge schießt, wobei auch sie verletzt wird. Saga befiehlt den Rückzug und Takeos dezimierte Armee feiert einen Sieg.
Zeitgleich aber lernt Maya in ihrer Gefangenschaft ihren Halbbruder Hisao kennen, der als Schamane eine besondere Beziehung zu der Geisterkatze in Maya hat. Maya entpuppt sich als das Bindeglied zur Geisterwelt, das es Hisao leichter macht, mit den Toten zu kommunizieren. Doch Miki ist auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester, die ihr durch das Leben als Katze Energie abzieht und vermag das Band zwischen Hisao und der Katze in Maya zu trennen. Sie beide fliehen und machen sich auf den Weg nach Hagi, doch erscheint es als unmöglich den langen Weg zu Fuß und auf der Flucht vor Akio und Hisao unentdeckt zu bestehen. Da taucht plötzlich eine unbekannte Frau auf, die jeden Abend an einer Hütte und einer Feuerstelle mit Essen auf die beiden wartet und nur kurz darauf erkennen sie, dass es Muto Yuki ist, die als Geisterfrau für die Zwillinge sorgt, um ihre Vergeltung zu bekommen. So passiert es, dass Maya durch Yukis Einfluss ihren gesunden kleinen Bruder mit dem Kikutaschlaf tötet, als sie wieder in Hagi sind. Maya hält dem Druck nicht mehr stand, da die Katze in ihr das ständige Rufen Hisaos nach der Katze hört, der durch sie eine Linderung seiner Schmerzen erfährt, die er durch das Abschotten vor den Geistern verspürt. Maya wird zur Katze.
Hana indess ist zu Besuch bei ihrer Schwester Kaede und weiß geschickt Zweifel in ihr zu streuen. Sie erzählt Kaede von der kompletten Prophezeiung, die Kaede ja nur zum Teil kennt, aber auch von Takeos Sohn Hisao. Kaede fühlt sich hintergangen und betrogen und verliert nach dem Tod ihres lang ersehnten Sohnes schlicht den Verstand. Sie will sofort mit ihrer Schwester aufbrechen und lässt das Haus Shigerus in Hagi bei ihrem Verlassen niederbrennen – die Dienerin Chiyo, die den Otori und vor allem Shigeru sehr treu ergeben war, stirbt unbeachtet in den Flammen. Jeder der sich ihr in den Weg stellt, wird ermordet, da sie sich komplett von Takeo abgewandt hat und Zuflucht bei Hana und Zenko sucht.
Miki indess wird von der Dienerin Haruka aufgepäppelt und schließlich zum Kloster Makotos gebracht, zu dem auch Takeo und Gemba den Weg finden, nachdem Takeos Gesprächsversuche mit Kaede ohne Ergebnis blieben, da sie zu große negative Gefühle dem gegenüber hegte, der sie nur beschützen wollte.
Zenko und Hana werden nach dem Sieg Sagas, der sich nach der Zusage einer Heirat mit Shigeko dem Otori-Clan anschließt, hingerichtet und Takeos Wünsche in seinem Testament werden erfüllt.
Takeo verbringt seine letzten Monate im Kloster und wird ein Meister des Pinsels und vermag seinem Lieblingsmotiv, dem Vogel, Leben einzuhauchen, bis schließlich Akio und Hisao dort auftauchen. Akio schreit verzweifelt nach dem Tod Takeos doch Hisao ist unsicher, da er die Präsenz seiner Mutter Yuki spürt, mit der er mithilfe einer großen, beinahe raubtierhaften, Katze kommunizieren kann.
Akio sowie Maya sterben bei dem Versuch, Takeo zu töten (Maya allerdings weil sie es verhindern will) und Hisao zögert noch immer, doch Takeo tritt auf ihn zu und führt Hisaos Dolch in seinen Bauch, sodass Makoto ihm mit Jato die letzte Ehre erweist und ihm den Kopf abschlägt.
Schließlich kehrt Kaede voller Reue und Bedauern mit den Söhnen ihrer Schwester zum Kloster zurück und möchte sich auch ihrem Leben ein Ende setzen, als sie Miki erblickt und endlich Liebe und Verantwortung für sie aufbringt, indem sie von dem Beschluss wieder abrückt.

Ich war, gelinde gesagt, ein wenig geschockt, als Kaede so blindlings ihre Liebe und ihr Vertrauen zu Takeo über Bord geworfen hat, wo er doch auch für sie so viel geopfert hat und im Angesicht all der Ereignisse, die sie zusammen durchgestanden haben. Mir persönlich macht das Kaede ziemlich unsympathisch, was ich sehr schade finde, da Kaede das perfekte Beispiel einer starken und stolzen Frau mit Verstand war. Dass sie sich dann so irrational von ihren Gefühlen hat leiten lassen, finde ich schade, aber natürlich auch verständlich – sie ist ja schließlich auch nur ein Mensch, obwohl ich ihren Ausraster, aber vor allem ihre Kaltblütigkeit, irgendwie nur schwer nachvollziehen kann.
Nun werde ich den letzten beziehungsweise den ersten oder nullten Teil der Reihe beginnen – Der Clan der Otori – Die Weite des Himmels.
Meine Zusammenfassung wird folgen ;-)

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  1. Nurda

    Danke erstmal an Luisa, die ersten 3 otoribänder hatte ich jeweils in 2 tagen durchgelesen, doch bei diesem hier, hatte ich schon nach den ersten fünzig seiten meine Gedulf verloren. schießlich habe ich mich doch bis zur 435 Seite durchgekämpft und musste sagen, dass das buch mich zum verzweifeln bingt, da es zum kotzen langweilig ist.

    Nun, da ich das hier gelesen habe, stelle ich fest, die ganze handlung hat noch nicht einmal bei dem punkt an dem ich bin im buch angefangen. ehrlich gesagt, habe ich auch keine lust mehr den rest zu lesen, weil das alles so kotzlangweilig geschreiben ist. Somit nocheinmal dankeschön, dass ich mich noch länger quälen muss um das ende zu erfahren.

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