Soso, leider ist es ein Weilchen her, dass ich das letzte Mal schreiben konnte, doch hier möchte ich euch den vierten Teil der “Clan der Otori“-Reihe von Lian Hearn vorstellen: Der Ruf des Reihers.
Also, für alle, die das noch lesen möchten – Vorsicht, Spoiler!!
Nachdem ich eine ganze Zeit lang keine große Lust hatte, irgendein Buch zur Hand zu nehmen, begann ich, die Clan der Otori-Reihe zu lesen. Die Bände 1 bis 3 hatte ich bereits vor Jahren schon gelesen und nun endlich mal die Muße gehabt, mit dem 4. Band anzufangen, der ja auch erst 2009 veröffentlicht wurde.
In Band 1 bis 3 schafften es Otori Takeo und Shirakawa Kaede endlich zueinander zu finden und die Drei Länder friedlich unter ihrer gemeinsamen Herrschaft zu vereinen und den Stamm, bis auf die Kikuta-Familie, durch die Freundschaft und Treue von Muto Kenji an sich zu binden.
16 Jahre sind mittlerweile vergangen und Kaede und Takeo haben 3 Töchter, die sie im Kloster, das später Makoto leiten wird, und in den geheimen Dörfern des Stamms ausbilden lassen. Shigeko übernimmt mit ihrem 15. Lebensjahr die Herrschaft über die Domäne Maruyama und ihre Schwestern, die Zwillinge Maya und Miki werden mit ihren 11 Jahren ganz im Sinne des Stammes erzogen, da sie die Fähigkeiten von Takeo geerbt haben. Maya aber hat ein ungewöhnliches “Talent”, dass sie weiter von ihrer Mutter entfernt, denn Kaede sieht es zeitgemäß als schlechtes Zeichen, Zwillinge zu gebären und findet ihre Töchter genau wie alle anderen unheimlich, da Zwillinge zu dieser Zeit verpönt waren. Und nun ist Maya auch noch von dem Geist einer toten Katze besessen! Takeo schickt sie mit einer Begleitung zu Shizukas Sohn Taku, der seine Stammesfähigkeiten perfektioniert hat und als Lehrer fungiert und Takeo treu ergeben ist. Doch sein Bruder Zenko plant Takeo und Kaede zu stürzen, da er Takeo die Schuld für den Tod seines Vaters Arai Daichii vor 16 Jahren gibt und ihn rächen will. Auch Zenkos Frau Hana, Kaedes Schwester, sinnt nach Rache, da sie sich ihrem Schwager Takeo mit ihrer umwerfenden Schönheit angeboten hat, ihm Söhne zu gebären, was Kaede nicht gelang. Takeo wies sie ab und griff damit Hanas Stolz an, weswegen sie und Zenko alles versuchen, Takeo und Kaede in Missgunst bei ihrem Volk zu bringen.
Kenji stirbt und der Stamm beginnt erneut zu zerbrechen und sich der Kikuta-Familie zuzuwenden, die Takeo unter der Führung von Kikuta Akio nach dem Leben trachtet, da er viele vom Stamm töten ließ und den Meister Kikuta Kotaro unwürdig getötet hatte. Zenko verbündet sich mit Akio, der 16 Jahre lang Takeos Sohn Hisao erzogen hat und diesen benutzen will, um Lord Otori zu töten. Man erinnere sich an dieser Stelle an die Prophezeiung, dass nur Takeos eigener Sohn ihn besiegen könne. Enttäuschenderweise hat Hisao augenscheinlich keinerlei Stammesfähigkeiten geerbt, weder von seiner Mutter Yuki noch von Takeo. Allerdings ist er handwerklich sehr begabt und erfand einige Maschinen, um die Landwirtschaft in seinem Dorf zu unterstützen.
Akio und Hisao befinden sich nun in Zenkos Domäne und schmieden Pläne Takeo zu stürzen, während dieser auf dem Weg zum Kaiser ist, da seine Herrschaft auch von diesem bedroht werden könnte. Takeo hat sein Handeln nämlich niemals vom Kaiser absegnen lassen, weswegen seine Herrschaft nun als unrechtmäßig erklärt werden könnte. Der Stamm spaltet sich erneut, da viele nicht mit Shizuka als Oberhaupt nach dem Tod Kenjis übereinstimmen und wenden sich Akio und somit Zenko zu, den sie als ältesten männlichen Verwandten Kenjis als Oberhaupt anerkennen würden. Taku ist erzürnt von dem Verhalten seines Bruders und versucht Takeo mit Maya einzuholen, um ihn zu warnen. Doch Akio folgt ihnen mit Hisao und holt sie schließlich ein. Es kommt zum Kampf, indem sich Hisao leider als geschickter Handwerker und guter Schütze erweist. Er baute nämlich eine der bisher strikt verbotenen Feuerwaffen und erschießt damit Taku, sodass Maya in die Hände von Akio fällt…
Bis hierhin habe ich bisher gelesen und bin mir erst jetzt so richtig bewusst geworden, wie viel doch eigentlich passiert ist. Takeo hat Kaede nichts von der Prophezeiung und seinem Sohn mit Yuki erzählt, doch Maya und auch Hana wissen es. Hana will dieses Geheimnis nutzen, um die Ehe von Takeo und Kaede zu zerstören, indem sie es der unwissenden Kaede erzählt. Kaede hat soeben in ihrem hohen Alter einen Sohn geboren und muss sich nun allein um ihr Land und ihr Kind kümmern, da Takeo auf dem Weg zum Kaiser ist. Zu all diesen Problemen kommt die erneute Spaltung des Stamms und die Drohung des Kaisers und dann sind da auch noch die Fremden, die von Übersee kommen und ihre Waren und ihren Glauben profitbringend überall verbreiten wollen.
Ich bin gespannt, wie Takeo all diese Probleme in den Griff kriegen wird, um seinem Volk den Frieden zu sichern. Welche Rolle werden Hisao und Takeos Töchter dabei spielen? Wird es doch den Krieg geben, den Takeo und Kaede so sehr verhindern wollen? Was wird mit Zenko geschehen?
All diese Fragen werden sich hoffentlich in den nächsten 303 Seiten klären, sodass ich euch darüber berichten kann ;-)
Der Clan der Otori – Der Ruf des Reihers
veröffentlicht am 2. Januar 2010
in Bücher
{ Einen Kommentar hinterlassen }
Hinterlasse eine Antwort
Pingback & Trackback
- Sickblood » Der Clan der Otori – Der Ruf des Reihers II - Pingback on 2010/03/26/ 23:48
- Sickblood » Der Clan der Otori Band 0 - Pingback on 2010/08/11/ 10:17
Also an den asiatischen Namen merke ich recht schnell, dass das wohl keine Geschichte für mich ist, auch wenn deine Zusammenfassung gut gelungen ist :P ;)
Dann sei mal fleißig beim Lesen und berichte, was auf den nächsten Seiten passiert :>>
Hey, nur weil es in Japan spielt, ist es noch lange nicht schlecht! ;-)
Es geht auch sehr viel um Stolz und Disziplin und Kampf und so – wäre unter Umständen also doch was für dich =)
Aber gut, dass du das soweit schon mal nachvollziehen kannst, hab nämlich während dem Schreiben voll den Überblick verloren xDD
Und klar, werde ich tun! 8)