Aaaah, Heimat!
Schrecklich, ich will wieder zurück. Und damit teile ich die Meinung vieler Menschen, die nach einem wundervollen Urlaub wieder in dem Alltagstrott ihres Lebens Fuß fassen müssen.
Vor allem nach einem Urlaub zu zweit auf Gran Canaria… ;-)
Die Reise begann mit meinem 1. Flug nach Las Palmas de Gran Canaria, der Hauptstadt von Gran Canaria und eine der zwei Hauptstädte der gesamten kanarischen Inseln! Später erfuhren wir dann, dass ‘unsere’ Insel als 3. der Kanaren entstanden ist und zwischen 16 und 18 Mio. Jahre alt geschätzt wird, genau wie die Nachbarinsel Teneriffa. Die kanarischen Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs, wobei die zwei ältesten Inseln Lanzarote und Fuerteventura sind, die auf 18 bis 20 Mio. Jahre geschätzt werden. Die drei jüngsten Inseln mit geschätzten 2 Mio. Jahren sind Las Palmas, El Hierro und La Gomera.
Der Weg vom Flughafen zum Hotel war glücklicherweise ziemlich kurz, weswegen wir dann auch direkt am ersten Abend den Strand erkundet haben.

Am nächsten Tag wurden wir dann auch direkt von unserem Reiseleiter begrüßt, der uns auf den Ausflug nach Teneriffa in den Loro Parque und eine Jeep-Safari mit Kamelreiten brachte! ;-)
Doch zunächst lebten wir uns in dem RIU Waikiki ein und machten die ersten Fotos am Strand. Natürlich wurde auch das Essensangebot des Hotels reichlich genutzt, da es einfach super und sehr reichlich war *g* An unserem zweiten Tag auf der Insel der großen Hunde sind wir dann vom südlichsten Osten, Playa del Inglés, bis zum südlichsten Punkt Gran Canarias gewandert – nach Maspalomas. Als wir endlich da waren, lagen knappe 2 Stunden Fußmarsch am Strand hinter uns. Das allerdings war auf Grund der angenehmen Kühle vom Meer und der wunderschönen Aussicht auf den Atlantik und die Dünen von Maspalomas und dem Eindruck vom Leuchtturm mehr als nur zu verschmerzen! :-) Dort sind wir auch auf den ersten Fischer gestoßen, der schon einige Garnelen geangelt hatte, was ich nie erwartet hätte. Der Rückweg zog sich dann ein wenig und wir waren nach 5 1/2 Stunden doch sehr erschöpft, als wir dann das Hotel erreichten ;-)






Am Mittwoch schließlich wurde es noch anstrengender, denn eine unerwartete Seekrankheit warf uns beide aus der Bahn! :-(
Bereits gegen 7 wurden wir abgeholt, um nach anderthalb stündiger Fahrt die Fähre nach Teneriffa zu erreichen, die es dank ihrer enormen Geschwindigkeit und dem starken Wellengang schaffte, dass wir uns beide unser spärliches Frühstück durch den Kopf gingen ließen…aber die Anstrengung lohnte sich, denn wir durften einen tollen Tag im Loro Parque verbringen! Die Shows der Seelöwen, Delfine und Orkas waren sehr beeindruckend und begeisterten uns, sowie viele hundert andere sehr! Der Park war sehr groß und wartete mit einem sehr interessant gestalteten Gebäude für die Pinguine auf, in dem es für die Pinguine sogar schneite und indem man auf einem Laufband durch das Gebäude “fahren” konnte! In diesem Zusammenhang erfuhren wir auch, dass für die Tiere, natürlich vor allem für die Meerestiere, tausende Liter Meerwasser zu dem Park gepumpt werden, die dann in die Becken weitergeleitet werden. Und wie der Name schon sagt (Loro, span. – Papagei), waren natürlich auch viele Papageien jeder Farbe zu sehen.
Die Rückfahrt verlief dann eher entspannt, da wir beide schon früh auf die im Hafen liegende Fähre gegangen sind, um zu schlafen, bevor sie in See stach! ;-) Auch haben wir uns diesmal Plätze im hinteren Teil des Katamarans gesucht, da dort der Wellengang nicht so zu spüren sein sollte, wie wir erst nach der Hinfahrt erfahren haben… -.- Schlussendlich waren wir früher im Hotel als erwartet und schafften es sogar noch rechtzeitig zum Abendessen, was vor allem meinen Freund erfreute, meinen Magen allerdings nicht.






Die nächsten zwei Tage ließen wir es uns im Hotel, am Pool und am Strand gut gehen und entspannten uns ein bisschen, da dies ja die letzten freien Tage unseres Urlaubs waren. Wir erkundeten ein wenig Playa del Inglés und die diversen Läden, verbrachten aber die meiste Zeit am Strand mit einer Low-Cost-Variante des Surfens – mit einer Luftmatratze ;-) – und am Pool.
Dann schließlich brach der letzte Tag unseres Urlaubs an. Pünktlich erschienen wir zum Frühstück und wurden gegen 9 Uhr abgeholt. Denn die Kamele warteten auf uns!! Ich war ja erst etwas skeptisch, ob es wirklich so viel Spaß machte, auf diesen Viechern zu reiten, wie es der Reiseleiter gesagt hatte. Skeptisch gegenüber diesen Tieren bin ich immer noch, aber es war eine ziemlich einmalige Erfahrung, die ich eigentlich nur weiter empfehlen kann! Man sollte nur aufpassen, dass man kein Parfüm oder ähnliches aufgelegt hat, da man das Kamel hinter sich sonst nicht mehr aus seinem Nacken bekommt ;-)
Danach ging es dann für knappe 5 Stunden in die Berge von Gran Canaria, die teilweise über 2000 Meter hoch sind! In einer Kolonne aus 5 Jeeps bahnten sich die Fahrer ihren Weg über die Serpentinen die Berge hinauf, den Abgrund ganz dicht neben uns. Der Ausblick auf die Insel war unbeschreiblich. Auch die Tatsache, wie viele kleine Seen und Stauseen sich zwischen den Bergspitzen befanden überraschte mich. Da die Insel auch nur 40×60 Kilometer groß ist, waren wir auch relativ rasch in der Mitte Gran Canarias und durften dort ein Mittagessen zu uns nehmen, das ein wenig der kanarischen Küche entsprach. :-) Eine weitere Spezialität war der Papaya-Saft, der auf Grund seiner Dicke mit Orangensaft gemischt wird und dem die Wirkung eines starken Aphrodisiakums zugesagt wurde! ;-) Als es dann aber für über eine Stunde auf unbefestigte Wege die Berge wieder hinab ging wurden wir völlig zugestaubt. Auch war die Tour sehr anstrengend, da es bereits am Morgen über 30° heiß war und am Nachmittag gegen 5 Uhr Temperaturen von 46° herrschten!




Wir haben viel erlebt und konnten diese Woche sehr genießen, was uns beiden wohl ziemlich geholfen hat, nachdem wir Prüfungen wie das Abitur oder den Führerschein be- und durchstanden haben. Doch leider war die Zeit viel zu kurz und das Vermissen nach der gemeinsam verbrachten Zeit ist nun im Alltag umso größer. Die Erfahrungen und Eindrücke, die wir aber sammeln konnten, werden wir bewahren und uns daran erinnern!
Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub! = )
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