Dem Schicksal ausgeliefert werden – meine einzige Hoffnung auf Erlösung.
Meinem Schicksal, das mich bisher hasste.
Ich hoffe, jetzt hasst es mich auch.
Ich hoffe, dieses Mal ist die Kugel in der Kammer, während sie sich im Nebenzimmer wieder streiten.
Laute Stimmen, böse Worte die nicht so schnell vergessen werden würden, selbst wenn sie nur unbeabsichtigt ausgesprochen wurden.
Denn nichtsdestotrotz entsprechen diese Worte der Wahrheit; man wollte sie bloß nicht aussprechen, da sie geliebte Menschen verletzen würden.
Eine kurze Stille, eine halbherzig gestammelte Entschuldigung.
Die Stimmen werden lauter.
Verzweifelt presse ich mir die Hände gegen die Ohren, um das Geräusch zerbrechenden Porzellans auszublenden.
Ich spüre das kühle Metall der Waffe an meiner Schläfe, dränge die Tränen zurück.
Fahrig taste ich mit der freien Hand nach der Fernbedienung, betätige den Knopf.
Laute Musik schallt durch das Zimmer, kurze Bass- und Trommelschläge erfüllen die Luft, dich sich anhören wie Schüsse.
Sie kennen das, achten nicht darauf, als ein Schlag nicht in den Rhythmus passt, streiten weiter.
Und streiten nur noch mehr, als sie meinen toten Körper auf dem Bett finden, die Waffe daneben.
Ich danke dir, Schicksal.



