Nov 17 2008

Der Sandmann

Kategorie: Lyrik & persönliche GedankenLuisa @ 21:40

Leise tropft der Regen von den Bäumen, dämpft die flüsternden Stimmen.
Sie stehen gedrängt, sind misstrauisch.
Wollen sie sich trösten, Halt geben?
Denken sie wirklich, dass ihre Heuchelei unentdeckt geblieben ist?
Denken sie noch immer, dass ich sie brauche?
Ich spüre ihre Naivität, ihre Ignoranz, ihren Hass.
Meinen Zorn.
Mein Körper bebt, die Fäuste sind geballt.
Die Tränen auf meinem Gesicht vermischen sich mit dem fallendem Regen.

‘Schreie, tanze, tobe – dreh’ dich! mein Mädchen!’,
höre ich die Stimme in meinem kopf.
Mein Herz klopft, ich grinse.
‘Los, mein Mädchen!
Dreh’ dich!’
Langsam beginne ich mich zu drehen, ignoriere ihre erzürnten Gesten.
Ich drehe mich, schneller und schneller;
ein Lachen entrinnt meiner Kehle.
‘Schreie, Mädchen, schreie!’
Und ich schreie.
Schreie meine Wut, meinen Schmerz, ihren Hass in ihre verstörten Gesichter.
Er ergreift meine Hand, hält sie tröstend.
Geht.
Geht mit mir den Weg zu einem besseren Leben.
Wir gehen.
Und lassen die Kreuze hinter uns zurück.

Ein Kommentar zu “Der Sandmann”

  1. Sickblood » Der Sandmann sagt:

    [...] erinnert, dass auch an den Sandmann angelehnt ist. Hier also mein Werk, das ich vor Ewigkeiten schon einmal gepostet hatte: Der [...]

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